Magnetresonanztomographie des Herzens (Kardio-MRT, CMT)
Die MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert., kurz MRT genannt, ist ein Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert. Ein Computer ermöglicht nach der Untersuchung eine dreidimensionale Ansicht des Herzens. Die MRT ist auch unter den Bezeichnungen KernspintomographieKernspintomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert. sowie dem englischen Begriff Magnetic Resonance (MR) bekannt. Bei der Untersuchung des Herzens mittels MRT spricht man von Kardio-MRT, kurz CMT genannt.
Was leistet eine MRT des Herzens?
Mit der Kardio-MRT (CMT) lassen sich die Pumpleistung und das Volumen des Herzens sowie der Herzhöhlen gut darstellen. Das ist besonders wichtig bei Menschen mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz), auch zur optimalen Bewertung der Prognose. Gute Ergebnisse liefert die CMT auch bei Erkrankungen der Herzklappen und des Herzmuskels wie Herzmuskelentzündungen oder angeborenen Herzkrankheiten bei Kindern und Erwachsenen.
Durch die Gabe von speziellen Medikamenten, die Ihr Herz schneller schlagen lassen, kann zudem eine Belastungssituation simuliert werden. Dadurch sind Durchblutungsstörungen unter Belastung nachweisbar, wie sie für Verengungen der Herzkranzgefäße typisch sind.
Physikalische Grundlagen der MRT
Bei der MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert. werden Schichtaufnahmen des Körpers angefertigt. Hierzu sind – im Gegensatz zur ComputertomographieComputertomographie
Verfahren, mit dem Schnittbilder aus dem Körperinneren angefertigt werden können. – keine Röntgenstrahlen nötig, sondern starke Magnetfelder und Radiowellen. Das MRT-Gerät (Magnetresonanztomograph, Kernspintomograph) ist ein meist ringförmiger Elektromagnet, in dessen Innenwand sich Spulen (Sende- und Empfangsantennen) befinden.
Das Prinzip der MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert. beruht auf bestimmten physikalischen Eigenschaften von Atomen. Ein Atom ist die kleinste, nicht weiter zerlegbare Einheit der Materie. Ein Atom besteht aus einer Atomhülle aus Elektronen sowie einem Atomkern aus positiv geladenen Protonen und ungeladenen Neutronen. So besteht der menschliche Körper aus einer Vielzahl von Atomen. Für die MRT von Bedeutung sind vor allem die Wasserstoffatome. Die Atomkerne drehen sich – ähnlich wie kleine Kreisel – um ihre eigene Achse (Kernspin) und wirken dadurch magnetisch. Normalerweise zeigen die Drehachsen der Wasserstoffatomkerne – genauer gesagt ihrer Protonen – ungeordnet in verschiedene Richtungen. Im MRT-Gerät werden die Drehachsen der Protonen durch ein starkes Magnetfeld ausgerichtet, sodass sie von einem energiearmen in einen energiereichen Zustand übergehen.
Zusätzlich gibt das MRT-Gerät ein Radiosignal ab, wodurch die Wasserstoffatome in Schwingung geraten. Wird das Radiosignal ausgeschaltet, kehren die Wasserstoffatomkerne unter Abgabe von Energie wieder in den energiearmen Zustand zurück. Die dabei ausgesendeten Signale werden durch die Antennenspulen (Empfangsspulen) im Magnetresonanztomographen registriert. Die Stärke der Signale hängt unmittelbar von der Festigkeit des jeweiligen Gewebe bzw. der Umgebung der Wasserstoffatomkerne ab (wie Herzmuskelgewebe oder Blut in den Herzkranzgefäßen). Ein im MRT-Gerät integrierter Computer setzt die jeweiligen Signale in Grauwertbilder um und erzeugt so die Schnittbilder von der untersuchten Körperregion. Besonders gut lassen sich Weichteilgewebe wie das Herz, das Gehirn und andere innere Organe im MRT-Bild darstellen.
So wird die Kardio-MRT (CMT) durchgeführt
Der Magnetresonanztomograph oder Kernspintomograph ist ein großes, meist röhrenförmiges Gerät, in dem Sie liegen. Vor der Untersuchung spritzt der Arzt Ihnen ein Kontrastmittel in eine Armvene. Dieses dient dazu, Ihre Herzgefäße auf den MRT-Bildern besser darzustellen. Zusätzlich bekommen Sie Elektroden an den Körper geklebt, wie bei der Durchführung eines Elektrokardiogramms (EKG). Auch diese Information wird aufgezeichnet, und das MRT-Gerät stimmt sich auf Ihren Herzschlag ein, was die Bildqualität noch verbessert.
Während der Untersuchung liegen Sie bequem in Rückenlage auf einem speziellen Tisch. Sie dürfen sich möglichst nicht bewegen, damit die MRT-Bilder nicht unscharf werden. Über einen Kopfhörer erhalten Sie Anweisungen. Beim Anfertigen der Aufnahmen macht das Gerät laute Geräusche – der Kopfhörer schützt Sie auch davor. Die gesamte MRT-Untersuchung des Herzens dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten.
Die MRT ist risikoarm
Bei der MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert. werden Magnetfelder und Radiowellen verwendet, die für den Körper unschädlich sind. Es kann sein, dass Sie die Untersuchung aufgrund der Enge der Röhre und der lauten Geräusche als unangenehm oder beklemmend empfinden.
Da Sie während der Untersuchung einem Magnetfeld ausgesetzt sind, müssen Sie Metallgegenstände (z.B. Uhr, Schmuck, Piercing, Hörgerät) ablegen. Bitte informieren Sie den Arzt vor der MRT, wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen oder zum Beispiel ein künstliches Hüftgelenk oder Metallschrauben in den Knochen haben.
Offene MRT
In modernen offenen MRT-Geräten wird Ihr Körper nicht von einer engen Röhre umschlossen. Sie liegen entspannter und komfortabler in einem fast dreimal so großen Untersuchungsbereich wie bei den klassischen Magnetresonanztomographen. Da bei den tunnelförmigen MRT-Geräten besonders scharfe Aufnahmen erzielt werden, wenn der Elektromagnet möglichst nah an Ihrem Körper ist und sich das Magnetfeld über Ihre ganze Körperlänge gleichmäßig erstreckt, ist der Tunnel so eng und so lang, dass Sie mit Ihrem gesamten Körper darin liegen müssen. Die offenen Magnetresonanztomographen hingegen verfügen über mobile Spulen, die für jede zu untersuchende Körperregion passen. Daher wird immer nur der zu untersuchende Bereich Ihres Körpers – im Falle einer MRT-Aufnahme Ihres Herzens Ihr Brustkorb – von dem mobilen Geräteteil umschlossen.
Falls Sie übergewichtig sind und mehr Raum benötigen, oder falls Sie unter Klaustrophobie ("Raumangst") leiden und in einer engen MRT-Röhre Beklemmungsgefühle bekommen, sind die offenen MRT-Geräte ideal für Sie. Auch falls Sie sich nicht so gut bewegen können oder schon älter sind, profitieren Sie von den offenen Magnetresonanztomographen.
Lesen Sie hier weitere Vorteile der offenen MRT-Geräte.
Weitere Diagnosemethoden
Elektrokardiographie (EKG) | Röntgenuntersuchung des Herzens |
Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) | Myokardszintigraphie | Herzkatheteruntersuchung und Koronarangiographie | Computertomographie (CT) des Herzens | MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert. des Herzens (Kardio-MRT, CMT)
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