Licht ist gesund
Lichttherapie und was Licht sonst noch kann

Gibt es etwas Schöneres als Sonnenschein? Ein heller, blauer Himmel, Wärme, Licht lässt die Landschaft erstrahlen. Da fühlen wir uns wohl, energiegeladen und glücklich. Diese Wirkung von Licht kennt nicht nur jeder Mensch, sie ist auch wissenschaftlich bewiesen. Sie lässt sich sogar als Medizin anwenden. Hier wollen wir Ihnen zeigen, wie das geht und was Licht alles bewirken kann. Denn Licht kann auch heilen.
Lesen Sie in diesem Spezialthema spannende Informationen rund um
- die biologische Wirkung von Licht und
- den Einfluß auf einen möglichen Winterblues
- Maßnahmen die Sie gegen diese saisonal abhängige Depression unternehmen können
- die Möglichkeiten einer Lichttherapie
Probleme mit dem Jetlag und der Morgensmüdigkeit dürfen bei unserem Spezialthema natürlich auch nicht fehlen. Warum? Lesen Sie selber.
Biologische Wirkung von Licht
Doch wie wirkt Licht auf den Körper? Wir brauchen Licht nämlich nicht nur zum Sehen. Licht hat auch eine biologische Wirkung. Manche Vorgänge sind ohne Hilfe von Licht nicht möglich. Aufgenommen wird es über die Augen und über die Haut. In der Haut zum Beispiel wird durch UV-Licht Vitamin D gebildet. Es wird vor allem in den Knochen benötigt. Auch für das Immunsystem ist dieses Vitamin wichtig.
Jeder weiß, wie wir sehen: Die Netzhaut, der hintere Teil des Auges, besitzt Rezeptoren. Diese Rezeptoren sind Zellen, die auf Licht reagieren. Es gibt mehrere Arten von Rezeptoren: Manche nehmen nur hell oder dunkel wahr, andere sind auf Farbwahrnehmung spezialisiert. Diese Rezeptoren sind die Empfangsstellen mit denen das Auge die Signale an das Gehirn weitergibt, die zu einem Bild verarbeitet werden.
In diesem Spezialthema ist vor allem eins interessant: Es existieren in der Netzhaut auch Rezeptoren, die auf Licht reagieren und nicht für das Sehen zuständig sind. Der Wissenschafter nennt sie NIF-Rezeptoren (NIF = Non Image Forming). Ihre Signale werden im Gehirn nicht zu einem Bild verarbeitet, sondern lösen Stoffwechsel- oder Hormonreaktionen aus.
Eine dieser Reaktionen ist die Produktion des Hormons Melatonin. Melatonin steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers. Es wird unter dem Einfluss von Dunkelheit freigesetzt und sorgt für Müdigkeit. Die Konzentration steigt in der Nacht an, das Maximum wird gegen drei Uhr morgens erreicht. Nehmen die NIF-Rezeptoren Licht auf, hemmt das die Produktion, so dass wir aufwachen und uns fit fühlen. Melatonin ist also das Hormon, das uns schlafen lässt.

Störungen in diesem Zyklus können zu Schlafstörungen und auch zu Depressionen führen, denn dem so wichtigen Hormon wird eine Wirkung zugeschrieben, die Depressionen auslösen oder verstärken kann.
Genauer: Produziert der Körper zu viel Melatonin, wird es im Laufe des Tages zwar abgebaut, der Spiegel ist aber auch dann noch zu hoch.
Die Hilfe: Mehr Licht führt dazu, dass mehr Melatonin abgebaut wird.
Dieses zusätzliche Licht muss nicht natürlichen Ursprungs sein. Künstliches Licht erzeugt den gleichen Effekt. Dadurch kann man alle Symptome behandeln, die von zu wenig Licht kommen, wie der Winterblues. Man kann aber auch Schlafstörungen bekämpfen, die daher rühren, dass das Licht zur falschen Zeit scheint, wie Jetlag oder Schlafstörungen durch Nachtarbeit.
Wenn man von zu viel, zu wenig oder zusätzlichem Licht redet, stellt sich die Frage, wie man Licht misst. Die Wissenschaft will es ja immer in Zahlen ausdrücken. Daher gibt es eine Einheit für Helligkeit, sie heißt Lux. Als Anhaltspunkt: Ein Lux ist die Helligkeit einer Kerze in einem Meter Entfernung. Das ist natürlich nicht besonders hell. Ein strahlender Sommertag sieht da schon ganz anders aus: 100.000 Lux! Wir haben zur besseren Einordnung mal ein paar typische Beleuchtungsverhältnisse in einer Tabelle zusammengestellt:
Heller Sonnentag 100.000 Lux
Bedeckter Sommertag 20.000 Lux
Im Schatten im Sommer 10.000 Lux
Bedeckter Wintertag 3.500 Lux
Büro-/Zimmerbeleuchtung 500 Lux
Ein schöner Sommertag ist also fast 30-mal so hell wie ein bedeckter Wintertag. Dieser Unterschied macht sich selbstverständlich bei der Melatonin-Produktion bemerkbar.
Der Winterblues verschwindet im Licht
Leider ist es in unseren Breiten im Winter nicht nur weniger hell, die Sonne geht spät auf und früh wieder unter. Der Melatoninspiegel im Blut bleibt dadurch konstant hoch, denn nicht nur die Lichtstärke, auch der Zeitraum mit genug Helligkeit reicht nicht aus, um ausreichend Melatonin abzubauen. Die Folge kann eine Winterdepression sein.
Diese Winterdepression oder Saisonal Abhängige Depression (SAD) ist gut erforscht, sie tritt nur im Herbst und Winter auf und im Gegensatz zur klassischen Depression wird sie begleitet von erhöhtem Schlafbedürfnis und verstärktem Appetit, zum Beispiel auf Süßes. 40% der Deutschen leiden darunter. Hier liegt es nah, mit Licht gegen die Folgen zu arbeiten. Das funktioniert gut, und Tageslichtlampen können helfen, den Winterblues zu bekämpfen – und vielleicht sogar den Winterspeck.
Philips bietet zwei Produkte an, die den Winterblues bekämpfen können. Das Philips EnergyLight ist eine Lösung für die eigenen vier Wände. Das Licht dieser Lampe entspricht dem von Tageslicht – mit einer Ausnahme: Sie produziert kein UV-Licht, was einen Sonnenbrand verhindert. Die hohe Lichtintensität von 10.000 Lux tut ihre Wirkung schon nach 30 Minuten. Wichtig ist aber, die Behandlung direkt nach dem Aufstehen vorzunehmen, damit die Melatoninproduktion zu dem Zeitpunkt gestoppt wird, zu dem sonst das Tageslicht diese Funktion übernimmt.

Noch schneller geht es mit Philips goLITE BLU. Schon 15 Minuten am Tag reichen aus um die eigene Stimmung zu verbessern und Energie zu tanken. Das blaue Licht sorgt für eine Turboanwendung. Denn die NIF-Rezeptoren, die für die Melatonin-Produktion verantwortlich sind, arbeiten optimal bei einer Wellenlänge von 410 nm bis 460 nm - und Licht mit dieser Wellenlänge ist blau. Philips goLITE BLU ist eine portable Lösung für Reisen oder den Büroschreibtisch. Die sparsamen LED-Leuchten werden über einen Akku gespeist.
In jedem Fall sollte man die Anwendung regelmäßig vornehmen. Dabei ist es nicht notwendig, direkt in die Lampe zu sehen. Sie sollte aber im Blickfeld stehen, so dass Licht auf die Netzhaut fällt. Außerdem sollte der Abstand zur Lampe nicht zu groß sein: 60 bis 110 cm sind ideal.

Ein Mittel gegen viele Leiden
Es gibt mittlerweile Hinweise darauf, dass diese Lichttherapie auch bei anderen Formen von Störungen des Gefühlslebens hilf
- Pränatale Depression
- Psychische Symptome beim prämenstruellen Syndrom
- Stimmungsschwankungen in der Menopause
- Saisonale Depression
- Klassische Depression
Doch wie bei allen medizinischen Themen gilt auch hier: Diese Hinweise können keinen Arztbesuch ersetzen. Ernsthafte Symptome erfordern immer einen professionellen Beistand.
Licht kann einen Menschen also dabei unterstützen, die Stimmung zu verbessern, sich fitter zu fühlen und mehr Energie zu spüren. Das Wissen um diese Wirkung steckt sogar in unserer Sprache, wenn wir sagen, die Stimmung „hellt“ sich auf. Man kann die Lichttherapie aber auch noch bei anderen Beschwerden einsetzen, die den modernen Menschen plagen können. Beschwerden, die daher rühren, dass wir Licht zu einer für unseren Körper ungewohnten Zeit bekommen.
Hilfe bei Jetlag
Da der Wechsel von Zeitzonen den Körper in relativ kurzer Zeit einen radikal anderen Tag-Nacht-Wechsel aufzwingt, kommt bei manchen Menschen die innere Uhr – vor allem die Melatoninproduktion – durcheinander. Eine Lichttherapielampe kann hier helfen, im Vorfeld den Körper auf den neuen Hell-Dunkel-Zyklus vorzubereiten.
Wer zum Beispiel nach Amerika reisen will, kann seinen Körper darauf vorbereiten, indem er eine Lichttherapielampe nutzt, um in den Abendstunden den Melatoninausstoß zu verzögern, so länger wach bleibt und in der Folge länger schlafen kann. Natürlich sollte man dann in einem abgedunkelten Zimmer schlafen, um den morgendlichen Melatoninabbau hinauszuzögern.

Wenn der Trip nach Übersee nur ein bis zwei Tage dauert, sollte man eine andere Strategie anwenden: den Körper daran hindern, sich überhaupt erst auf den neuen Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen. Dann nimmt man eine Lichttherapielampe mit auf die Reise und hält den Körper damit in seinem Heimatrhythmus. Hier empfiehlt sich besonders das Philips goLITE BLU. Schon 15-45 Minuten täglich helfen, die Müdigkeit durch Jetlag zu überwinden.
Auf der Homepage von Philips finden Sie einen sehr praktischen Jetlagrechner. Einfach die Daten der Reise eingeben und Sie erhalten detaillierte Vorschläge, wie Sie mit Licht dem Jetlag die Zähne ziehen.
Nachtarbeit ist Schwerstarbeit
Auch bei Nachtarbeit kann der Tag-Nacht-Rhythmus gestört werden. Denn wer arbeiten muss und konzentriert ist, wenn andere schlafen, auf der anderen Seite bei Tageslicht und Tagesgeräuschen schläft, hat es schwerer, einen erholsamen Schlaf zu finden als in der Nacht. Vor allem Schichtarbeit bedeutet zusätzlichen Stress für den Körper, weil er dazu zwingt, ständig den Rhythmus umzustellen. Auch hier kann die gezielte Anwendung von Licht helfen. Kurz vor der Nachtschicht angewendet, baut das starke Licht der Tageslichtlampe das Melatonin ab und sorgt so für ein geringeres Müdigkeitsgefühl und erhöhte Konzentration während der Arbeitszeit.
Einer Übersicht in aller Kürze
Welche Lichtmenge wann bei welchen Symptomen angewendet werden sollte, finden Sie in dieser Übersicht:
- Saisonale Depression (Winterblues): morgens, 30 Minuten
- Nachtarbeit: bevor Sie zur Arbeit gehen, 30 Minuten
- Jetlag und Zeitverschiebung: 30 Minuten abends, ein paar Tage bevor Sie in den Westen fahren, morgens bei Reisen in den Osten
Sie sehen, wenn man Licht gezielt einsetzt, kann man viel erreichen für die eigene Gesundheit und für das Wohlbefinden. Zum Schluss möchten wir Ihnen noch zeigen, wie Sie mit Licht angenehmer aufwachen können, denn auch dieser Trick klappt mit Licht viel besser als mit einem Ton alleine.
Aufstehen leicht gemacht

Wer morgens nicht aus dem Bett kommt, ist zwar nicht krank, trotzdem kann Licht hier helfen, das Aufstehen zu erleichtern. Da Licht Melatonin abbaut, kann man es auch verwenden, um besser aus den Federn zu kommen. Es gibt Wecker, die nicht nur mit einem Ton oder Musik den Tag einläuten, sondern dazu auch den natürlichen Sonnenaufgang simulieren. Eine halbe Stunde vor der eigentlichen Weckzeit fängt zum Beispiel das Wake-up Light von Philips an, langsam immer heller zu werden. Erst schwach, wird das Licht gleichmäßig bis zur eingestellten Zeit immer heller. So wird die Melatoninproduktion gestoppt und der Abbau des Schlafhormons beschleunigt. Ist es Zeit aufzustehen, wird man mit Naturgeräuschen oder dem Lieblings-UKW-Radiosender geweckt. Natürlich kann man per USB-Anschluss auch eigene Musik oder Töne als Weckton laden.
Diese Simulation des natürlichen Sonnenaufgangs lässt Sie besonders sanft und angenehm aufwachen.
In diesem kurzen Video sehen Sie, dass das sogar bei einem Hahn funktioniert.
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