Magnetresonanztomographie (MRT)

Die MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert.
, kurz MRT genannt, ist ein Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert. Die MRT ist auch unter den Bezeichnungen KernspintomographieKernspintomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert.
sowie dem englischen Begriff Magnetic Resonance (MR) bekannt. Die MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert.
wird nicht routinemäßig im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge durchgeführt, ist aber zum Beispiel sinnvoll, wenn Ihr Frauenarzt nach einer gynäkologischen Untersuchung einen Befund genauer abklären lassen möchte. So eignet sich die MRT unter anderem zur Diagnose von Gebärmuttermyomen, Endometriose und Tumoren im Unterleib.

So funktioniert die MRT: Bei der MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert.
sind – im Gegensatz zur ComputertomographieComputertomographie
Verfahren, mit dem Schnittbilder aus dem Körperinneren angefertigt werden können.
– keine Röntgenstrahlen nötig, sondern starke Magnetfelder und Radiowellen. Das MRT-Gerät (Magnetresonanztomograph, Kernspintomograph) ist ein meist ringförmiger Elektromagnet, in dessen Innenwand sich Spulen (Sende- und Empfangsantennen) befinden. Das Prinzip der MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert.
beruht auf bestimmten physikalischen Eigenschaften der sogenannten Atome. Ein Atom ist die kleinste, nicht weiter zerlegbare Einheit der Materie. Ein Atom besteht aus einer Atomhülle aus Elektronen sowie einem Atomkern aus positiv geladenen Protonen und ungeladenen Neutronen.

Der menschliche Körper besteht aus einer Vielzahl von Atomen. Für die MRT von Bedeutung sind vor allem die Wasserstoffatome. Die Atomkerne drehen sich – ähnlich wie kleine Kreisel – um ihre eigene Achse (Kernspin) und wirken dadurch magnetisch. Normalerweise zeigen die Drehachsen der Wasserstoffatomkerne – genauer gesagt ihrer Protonen – ungeordnet in verschiedene Richtungen. Im MRT-Gerät werden die Drehachsen der Protonen durch ein starkes Magnetfeld ausgerichtet, sodass sie von einem energiearmen in einen energiereichen Zustand übergehen.

Zusätzlich gibt das MRT-Gerät ein Radiosignal ab, wodurch die Wasserstoffatome in Schwingung geraten. Wird das Radiosignal ausgeschaltet, kehren die Wasserstoffatomkerne unter Abgabe von Energie wieder in den energiearmen Zustand zurück. Die dabei ausgesendeten Signale werden durch die Antennenspulen (Empfangsspulen) im Magnetresonanztomographen registriert. Die Stärke der Signale hängt unmittelbar von der Festigkeit des jeweiligen Gewebe bzw. der Umgebung der Wasserstoffatomkerne ab (wie Fettgewebe, Muskelgewebe oder Blut). Ein im MRT-Gerät integrierter Computer setzt die jeweiligen Signale in Grauwertbilder um und erzeugt so die Schnittbilder von der untersuchten Körperregion.

So läuft die Untersuchung ab: Der Magnetresonanztomograph (Kernspintomograph) ist ein großes, meist röhrenförmiges Gerät, in dem Sie liegen. Vor der Untersuchung spritzt der Arzt Ihnen ggf. ein Kontrastmittel in eine Armvene. Dieses reichert sich in Ihrem Körper an und macht Ihre Organe so auf den MRT-Bildern besser darstellbar. Während der Untersuchung müssen Sie still liegen bleiben und dürfen sich möglichst nicht bewegen, damit die Aufnahmen nicht unscharf werden. Über einen Kopfhörer erhalten Sie Anweisungen. Die gesamte Untersuchung dauert in der Regel zwischen fünf und 30 Minuten.

Magnetresonanztomograph Philips Achieva
Magnetresonanztomograph zur Untersuchung des Unterleibs

Einige Unterleibserkrankungen lassen sich besser mittels MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert.
, andere mittels ComputertomographieComputertomographie
Verfahren, mit dem Schnittbilder aus dem Körperinneren angefertigt werden können.
darstellen. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, warum welche Untersuchung in Ihrem Fall am sinnvollsten ist. Bei der ComputertomographieComputertomographie
Verfahren, mit dem Schnittbilder aus dem Körperinneren angefertigt werden können.
werden Röntgenstrahlen eingesetzt, die eine gewisse Strahlenbelastung mit sich bringen. Die MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Untersuchungsverfahren, das mittels Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Körperinneren liefert.
hingegen verwendet für den Körper unschädliche Magnetfelder und Radiowellen. Es kann sein, dass Sie die Untersuchung aufgrund der Enge der Röhre als unangenehm oder beklemmend empfinden. Auf Wunsch kann der Arzt Ihnen vorher ein leichtes Beruhigungsmittel verabreichen.

In modernen offenen MRT-Geräten wird Ihr Körper nicht von einer engen Röhre umschlossen. Sie liegen entspannter und komfortabler in einem fast dreimal so großen Untersuchungsbereich wie bei den klassischen Magnetresonanztomographen. Da bei den tunnelförmigen MRT-Geräten besonders scharfe Aufnahmen erzielt werden, wenn der Elektromagnet möglichst nah an Ihrem Körper ist und sich das Magnetfeld über Ihre ganze Körperlänge gleichmäßig erstreckt, ist der Tunnel so eng und so lang, dass Sie mit Ihrem gesamten Körper darin liegen müssen. Die offenen Magnetresonanztomographen hingegen verfügen über mobile Spulen, die für jede zu untersuchende Körperregion passen. Daher wird immer nur der zu untersuchende Bereich Ihres Körpers von dem mobilen Geräteteil umschlossen. Soll beispielsweise eine MRT-Aufnahme Ihrer Gebärmutter erstellt werden, wird die mobile Spule um Ihren Unterleib positioniert und der Rest Ihres Körpers bleibt frei.

Falls Sie übergewichtig sind und mehr Raum benötigen, oder falls Sie unter Klaustrophobie („Raumangst“) leiden und in einer engen MRT-Röhre Beklemmungsgefühle bekommen, sind die offenen MRT-Geräte ideal für Sie. Auch falls Sie sich nicht so gut bewegen können oder schon älter sind, profitieren Sie von den offenen Magnetresonanztomographen. Soll Ihr Kind oder Neugeborenes untersucht werden, können Sie sich sogar während der MRT-Untersuchung neben es legen.

Lesen Sie hier weitere Vorteile der offenen MRT-Geräte.

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