Sie befinden sich hier:
Home | Der Unterleib | Erkrankungen und Therapie | Wechseljahre (Klimakterium)Wechseljahre (Klimakterium)
Die Wechseljahre, medizinisch als Klimakterium bezeichnet, sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher körperlicher Prozess, der bei Frauen zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr stattfindet. Dennoch verursachen die Wechseljahre bei einigen Frauen leichte bis hin zu starken Beschwerden. In dieser Zeit kommt es zur Hormonumstellung bei der Frau. Ihr Körper bildet immer weniger weibliche Geschlechtshormone, die Östrogene. Als Folge nehmen die Regelblutungen ab, bis es schließlich zur Menopause – der letzten Regelblutung – kommt.
Wie äußern sich die Wechseljahre?
Viele Frauen haben gar keine Beschwerden während ihrer Wechseljahre. Andere leiden unter gelegentlichen Hitzewallungen, Schwindelanfällen oder Kopfschmerzen. Etwa ein Drittel aller Frauen haben mit starken Wechseljahresbeschwerden zu kämpfen. Neben Hitzewallungen, Schwindelanfällen und Kopfschmerzen kann es bei ihnen zu Schweißausbrüchen, Herzrasen, Schlafproblemen, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit bis hin zu Depressionen kommen. Außerdem wird in den Wechseljahren die Scheide trockener, was zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen kann. Aufgrund des Östrogenmangels steigt das Risiko, eine Osteoporose (Knochenschwund) zu bekommen.
Was kann man gegen Wechseljahresbeschwerden tun?
Falls die Wechseljahresbeschwerden so stark sind, dass sie die Lebensqualität der Frau beeinflussen, raten Frauenärzte häufig zu einer Hormonersatztherapie (HET). Man unterscheidet zwischen einer sogenannten Monotherapie, bei der nur Östrogene verabreicht werden, und einer Kombinationstherapie, bei der Sie Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparate einnehmen. Die Hormonersatztherapie wird kontrovers diskutiert, da sie möglicherweise mit einem leicht erhöhten Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen, Schlaganfälle, Herzinfarkte) sowie für Brustkrebs und Gebärmutterkrebs einhergeht. Deshalb werden Nutzen und Risiken der Hormonbehandlung in den Wechseljahren gründlich abgewogen.
Falls Sie unter bestimmten Krankheiten leiden oder litten, zum Beispiel einer Krebserkrankung (vor allem Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs), Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, unbehandeltem Bluthochdruck, Thrombosen, Herzinfarkt oder Schlaganfall, ist von einer Hormonersatztherapie in den Wechseljahren eher abzuraten. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt und lassen Sie sich erklären, ob eine Hormonbehandlung gegen Ihre Wechseljahresbeschwerden für Sie infrage kommt. Auf jeden Fall sind regelmäßige frauenärztliche Kontrolluntersuchungen ratsam, wenn Sie Hormone einnehmen.
Weitere mögliche Unterleibskrankungen
Menstruationsstörungen | Endometriose | Gebärmutterpolypen | Gebärmuttermyome | Unterleibsentzündungen | Unterleibstumore | Wechseljahre
Artikel versenden
Tragen Sie bitte Ihren eigenen Namen ein und die E-Mail-Adresse, an die sie den Artikel versenden möchten.
Suche
Thematischer Tipp
TYPO3 Cumulus Flash tag cloud by TYPO3-Macher - die TYPO3 Dienstleister (based on WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck) requires Flash Player 9 or better.
