Diese Organe liegen im Unterleib

Unter dem Begriff "Unterleib" wird gemeinhin der Körperbereich verstanden, in dem Teile des Darms, die Harnblase, die beiden Harnleiter sowie – bei der Frau – die inneren weiblichen Geschlechtsorgane wie Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter und Scheide liegen. Im weitesten Sinn zählen auch die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane wie die Schamlippen und die Klitoris zum Unterleib.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die weiblichen Geschlechtsorgane im Unterleib. Lesen Sie, was hinter Unterleibsschmerzen stecken könnte, welche Unterleibserkrankungen es gibt und wie der Frauenarzt sie diagnostiziert.

Die Gebärmutter (Uterus) und der Gebärmutterhals (Zervix)

Die Gebärmutter – medizinisch als Uterus bezeichnet – gehört, neben den Eierstöcken, Eileitern und der Scheide, zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen. Sie hat die Form einer auf der Spitze stehenden oder umgedrehten Birne, ist ca. sieben bis neun Zentimeter lang und 50 bis 60 Gramm schwer. Die Gebärmutter liegt zwischen Harnblase und Enddarm im kleinen Becken. In ihr reifen die befruchteten Eizellen während der Schwangerschaft zum geburtsreifen Kind heran.

Die Gebärmutter besteht aus einer dicken Muskelschicht und ist außen von Bindegewebe umgeben. Im Inneren der Gebärmutter befindet sich drüsenreiche Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Teile der Gebärmutterschleimhaut werden bei der monatlichen Regelblutung ausgestoßen.

Der Gebärmutterhals (Cervix uteri, Zervix) ist der untere Teil der Gebärmutter. Er liegt zwischen Gebärmutterkörper und der Scheide. Beim gynäkologischen AbstrichAbstrich
Entnahme von körpereigenem Gewebe.
, zum Beispiel im Rahmen der Krebsvorsorge, untersucht der Frauenarzt das entnommene Material des Gebärmutterhalses auf Veränderungen, sogenannte Dysplasien oder Zervikale Intraepitheliale Neoplasien (CIN) – Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Die "Anhängsel": Eierstöcke und Eileiter

Eierstöcke und Eileiter werden zusammen als Adnexe – was übersetzt soviel wie "Anhängsel" bedeutet – bezeichnet. Die beiden Eierstöcke (Ovarien) liegen rechts und links neben der Gebärmutter. Jeder Eierstock ist etwa 3,5 x 1,5 x 1 Zentimeter groß und wiegt rund zehn Gramm. Die Eierstöcke produzieren Eizellen sowie die Sexualhormone Östrogene und Gestagene.

Bei Frauen im geschlechtsreifen Alter stoßen die Ovarien jeden Monat eine Eizelle aus – dies bezeichnet man als Ovulation. Die Eizellen gelangen vom Eierstock über den rechten und linken schlauchartigen Eileiter (Tuba uterina, Salpinx) in die Gebärmutter. Falls zu diesem Zeitpunkt männliche Spermien gegenwärtig sind, erfolgt im Eileiter die Befruchtung der Eizelle.

Aufbau und Funktion der Scheide (Vagina)

Die Scheide (Vagina) ist ein dehnbarer muskulös-bindegewebiger, rund acht bis zehn Zentimeter langer Schlauch. Abschnitte der Scheide sind die Scheidenöffnung und der Scheidenvorhof. Als Portio wird der Scheidenteil des Gebärmutterhalses bezeichnet, der in die Scheide hineinragt und ein seitliches und vorderes Scheidengewölbe bildet.

Die Scheidenöffnung ist durch das Jungfernhäutchen (Hymen) verengt, welches beim ersten Geschlechtsverkehr – aber zum Beispiel auch bei körperlicher Betätigung oder beim Einführen eines Tampons – einreißen kann. Die Scheide nimmt beim sogenannten vaginalen Geschlechtsverkehr den Penis und das ausgestoßene Sperma auf. Die Spermien des Manns wandern dann durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter und weiter in die Eileiter, wo ggf. die Befruchtung einer Eizelle der Frau stattfindet.

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