„Die MR-Mammographie ist die zuverlässigste Methode risikoarm kleinste gefährliche Tumoren in der Brust festzustellen. Sie eignet sich besonders bei knotigem Risiko-Gewebe und bei jungen Frauen aus Hoch-Risiko-Familien.“
Dr. Rückner, Arzt für Radiologie, Hamburg
Die Brustkrebsvorsorge ist gesetzlich geregelt
Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um Krankheiten frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Vor allem bei Brustkrebs spielt die Vorsorge eine wichtige Rolle, denn früh erkannt, ist die Aussicht auf Heilung am größten. Es gibt eine gesetzlich geregelte Brustkrebsfrüherkennung, die Ihnen ab einem bestimmten Alter zusteht. Die Kosten für die darin vorgesehenen Untersuchungen werden von den Krankenkassen übernommen. Untersuchungen außerhalb der gesetzlichen Brustkrebsvorsorge müssen Sie selbst bezahlen. Besondere Regelungen gibt es für Verwandte 1. Grades mit Brustkrebs. Sprechen Sie Ihren Arzt bitte darauf an.
Untersuchen Sie Ihre Brust regelmäßig selbst
Beruhigenderweise sind die allermeisten Knoten gutartig. Doch kann es sich auch um einen bösartigen Tumor, also Brustkrebs, handeln. Dieser ist früh erkannt und behandelt am besten heilbar. Deshalb ist es wichtig, dass Sie regelmäßig – am besten ein Mal im Monat – Ihre Brust selbst untersuchen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist in der Woche nach der Regelblutung, weil dann das Brustdrüsengewebe weich und gut tastbar ist. Falls Sie sich bereits in oder nach den Wechseljahren befinden, untersuchen Sie Ihre Brust an einem festen Tag jeden Monat.
Stellen Sie sich zunächst vor den Spiegel und strecken Sie Ihre Arme nach oben. Achten Sie dabei auf Veränderungen Ihrer Brust, wie neu aufgetretene Größen- oder Formunterschiede und Einziehungen oder Absonderungen aus der Brustwarze. Sie können Ihre Brüste dann zum Beispiel unter der Dusche mit eingeseiften Händen abtasten. Vergessen Sie nicht, auch die Achselhöhlen zu untersuchen. Hier können vergrößerte Lymphknoten fühlbar sein. Wenn Sie eine Auffälligkeit bemerken, suchen Sie Ihren Frauenarzt auf. Er kann Sie mithilfe diagnostischer Geräte wie UltraschallUltraschall
Bildgebendes Verfahren, bei dem mithilfe von Schallwellen Aufnahmen aus dem Körperinneren erstellt werden. oder MammographieMammographie
Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. gründlich untersuchen und Ihnen Gewissheit verschaffen.
Diese Brustvorsorgeuntersuchungen stehen Ihnen zu
Als Frau haben Sie ab dem Alter von 30 Jahren Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung der Brust durch einen Frauenarzt. Er wird Sie gezielt nach Veränderungen und Beschwerden fragen und anschließend Ihre Brust, einschließlich der Lymphknoten in der Achselhöhle, nach Knoten abtasten. Außerdem wird er Sie anleiten, wie Sie Ihre Brust selbst untersuchen können.
Im Alter von 50 bis 69 Jahren können Sie als Frau alle zwei Jahre an einer Reihenuntersuchung auf Brustkrebs mittels Röntgenuntersuchung der Brust (MammographieMammographie
Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust.-Screening) teilnehmen. Wenn Sie sich in dieser Altergruppe befinden, erhalten Sie regelmäßig im Abstand von zwei Jahren eine schriftliche Einladung zum MammographieMammographie
Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust.-Screening, an dem Sie freiwillig teilnehmen können. Die Einladung enthält einen Terminvorschlag sowie die Adresse für die Untersuchung. Die Röntgenuntersuchung Ihrer Brust wird in einer sogenannten MammographieMammographie
Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust.-Screening-Einheit durchgeführt; das ist ein auf Screening-Mammographien spezialisiertes Zentrum, das strengen Qualitätsanforderungen und Zertifizierungen unterliegt. Das Ziel des MammographieMammographie
Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust.-Screenings ist es, Brustkrebs, der noch keine Anzeichen oder Beschwerden verursacht hat, so frühzeitig zu erkennen, dass er gut zu behandeln ist. Die Kosten für die Untersuchung übernimmt Ihre Krankenkasse. Weitere Informationen sowie ein Video zur Vorsorgeuntersuchung mittels MammographieMammographie
Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. finden Sie hier.
Wenn Sie weitere Brustvorsorgeuntersuchungen wünschen
Selbstverständlich können Sie sich außerhalb der gesetzlichen Krebsvorsorge früher oder öfter frauenärztlich untersuchen lassen – Sie müssen dann in der Regel nur die Kosten dafür selbst übernehmen. So können Sie beispielsweise bereits vor dem 50. Lebensjahr zur MammographieMammographie
Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. gehen. Auch wenn Sie spezielle Untersuchungsmethoden (wie Gentests auf Brustkrebs) oder bestimmte neue Technologien wünschen, müssen Sie diese oft selbst bezahlen. Ihr Frauenarzt wird Sie darüber informieren, welche Untersuchungen für Sie sinnvoll sind, und Ihnen die Methoden erklären.
Unabhängig von der Krebsvorsorge übernimmt die Krankenkasse beim Verdacht auf Brustkrebs – etwa wenn ein auffälliger Knoten in Ihrer Brust ertastet wurde – die Kosten für die notwendigen Untersuchungen. Auch können im Einzelfall häufigere Vorsorgeuntersuchungen bei Risikopatientinnen sinnvoll sein, zum Beispiel bei Frauen, deren Mutter oder Schwester an Brustkrebs erkrankt ist oder war. Am besten klären Sie im Vorfeld mit Ihrem Frauenarzt und Ihrer Krankenkasse alle Fragen der Kostenübernahme.
Infos: Rund um die Brust
Diagnose: Die unterschiedlichen Untersuchungsarten
Erkrankungen und Therapie: Wie der Arzt Brusterkrankungen erkennt
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