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Betreuung in der Schwangerschaft
Wenn Sie vermuten schwanger zu sein, zum Beispiel, weil Ihre Periode ausbleibt, machen Sie zu Hause einen Schwangerschaftstest. Ist dieser positiv oder bleibt Ihre Regel länger aus, suchen Sie einen Frauenarzt auf. In der Praxis wird zunächst ein weiterer Schwangerschaftstest durchgeführt; ist dieser ebenfalls positiv, erfolgt meist auch eine gynäkologische Untersuchung. Ist der Zeitpunkt der letzten Periode unsicher, untersucht Sie der Frauenarzt auch mittels UltraschallUltraschall
Bildgebendes Verfahren, bei dem mithilfe von Schallwellen Aufnahmen aus dem Körperinneren erstellt werden.. Dadurch lässt sich das Alter der Schwangerschaft genauer eingrenzen. Im Falle einer Schwangerschaft stellt Ihnen Ihr Frauenarzt einen sogenannten Mutterpass aus. In diesem Dokument werden nun alle Untersuchungsergebnisse und Befunde der gesamten Schwangerschaft und auch der Geburt eingetragen. Bitte bewahren Sie ihn sorgfältig auf und tragen ihn am besten stets bei sich.
Alternativ oder ergänzend können Sie sich während der Schwangerschaft auch von einer Hebamme betreuen lassen. Sie kann ebenfalls alle zur Vorsorge notwendigen Untersuchungen – mit Ausnahme der Ultraschalluntersuchung – vornehmen. Oft arbeiten Gynäkologen und Hebammen auch ergänzend miteinander. Hebammenpraxen bieten zudem häufig auch Kurse wie Geburtsvorbereitungskurse, Schwangerschaftsgymnastik oder Schwangeren-Yoga an. Die Hebamme kann Sie darüber hinaus auch nach der Geburt betreuen. Sie kontrolliert die Rückbildung der Gebärmutter und berät Sie zu allen Fragen der Säuglingspflege und des Stillens.
Chaos der Gefühle
Die meisten Frauen freuen sich, wenn der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis zeigt. Doch in den ersten Wochen empfinden viele Frauen auch gemischte Gefühle. Manche, weil die Schwangerschaft nicht geplant war oder aus unterschiedlichen Gründen nicht in die momentane Lebenssituation passt. Andere wiederum haben das Gefühl, sich trotz des ersehnten positiven Tests nicht ausreichend zu freuen. Nicht selten macht sich bei so mancher Schwangeren deswegen ein schlechtes Gewissen breit. Doch bleiben Sie gelassen. Es ist normal, dass die Gefühle in der ersten Zeit mit Ihnen Achterbahn fahren. Spätestens nach den ersten Wochen verfliegen solche Gefühlsschwankungen und Sie können sich auf die faszinierende Zeit der Schwangerschaft freuen.
Manche Frauen haben aber auch berechtigte Zweifel, ob sie tatsächlich ein Kind austragen wollen oder können. Versuchen Sie nicht, solche Konflikte mit sich alleine auszumachen. Ihr Frauenarzt kann Ihnen Adressen zur Schwangerenkonfliktberatung nennen. Hier erhalten Sie kompetente Hilfe für jede Entscheidung.
Schwangerschaftsdauer und Geburtstermin
Früher ging man bei der Schwangerschaftsdauer von neun Monaten aus. Heute sprechen Mediziner jedoch von einer Dauer von 40 Wochen, was zehn Monaten (Lunarmonaten) entspricht. Wie kommt dieser Unterschied zustande? Ausgangspunkt zur Berechnung der Schwangerschaftsdauer ist der erste Tag der letzten Regelblutung. Da dieser Berechnung der Monatszyklus zugrunde liegt, werden die Monate mit 28 Tagen und nicht mit tatsächlichen 30 oder 31 Tagen berechnet. Grund für diese Berechnung ist, dass sich der Zeitpunkt der Empfängnis meist nicht mehr genau bestimmen lässt. Mit dem Zeitpunkt der letzten Periode steht ein fester Tag als Berechnungsgrundlage zur Verfügung. Meist wird eine Schwangerschaft festgestellt, wenn die Regel ausbleibt. Der Frauenarzt datiert die Schwangerschaft dann zum Beispiel auf die fünfte Woche. Tatsächlich ist der Embryo aber etwa erst zwei Wochen alt, wenn man von einer Empfängnis um den 13. bis 14. Zyklustag ausgeht.
Wie errechnet sich der Geburtstermin?
Sie erhalten Tag und Monat der Geburt, indem Sie zum ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung sieben Tage hinzu rechnen und dann wieder drei Monate abziehen. Zählen Sie ein Jahr hinzu, dann kommen Sie auf den Geburtstermin. Berechnungsgrundlage ist stets ein 28-Tage-Zyklus. Bei manchen Frauen kann der Menstruationszyklus aber auch etwas kürzer oder länger sein. Wenn Ihnen die Rechnung zu aufwändig erscheint – Ihr Frauenarzt oder Ihre Hebamme tragen den errechneten Geburtstermin (ET) auch in den Mutterpass ein. Auf den Tag sollten Sie sich jedoch nicht zu sehr festlegen. Nur die wenigsten Babys erblicken tatsächlich zum errechneten Zeitpunkt das Licht der Welt. Die Mehrzahl der Kinder wird im Zeitraum von zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem rechnerischen Geburtstermin geboren.
Worauf Sie jetzt achten sollten
Auch wenn Sie von Ihrer Schwangerschaft noch nicht viel bemerken, gilt es, gerade jetzt einige wichtige Verhaltensweisen zu beachten. Bezogen auf die Ernährung bedeutet dies, sich nun besonders ausgewogen zu ernähren, wenn Sie es bisher nicht schon bereits getan haben. Dazu gehören viel frisches Obst und Gemüse, ausreichende Mengen Eiweiß sowie wertvolle Fette. Über Fragen zur richtigen Ernährung in der Schwangerschaft können Sie Ihr Frauenarzt oder Ihre Hebamme beraten.
Normalerweise deckt eine gesunde Ernährung den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Schwangeren empfiehlt man darüber hinaus die vorsorgliche Einnahme von Folsäure, insbesondere im ersten Drittel der Schwangerschaft. Die Empfehlung richtet sich auch an Frauen, die eine Schwangerschaft planen, da der Bedarf an Folsäure durch die Nahrung meist nicht ausreichend gedeckt wird. Ein Mangel an Folsäure wird mit der Entstehung bestimmter Fehlbildungen (wie dem „offenen Rücken“, Spina bifida) in Zusammenhang gebracht. Ein weiteres wichtiges Spurenelement, welches für die Entwicklung des Nervensystems benötigt wird, ist Jod. Jod ist zum Beispiel in Fisch und Jodsalz enthalten. Da die Menschen in Deutschland zu wenig Jod zu sich nehmen (Jodmangelgebiet), ist eine ergänzende Einnahme empfehlenswert.
Worauf Sie in der Schwangerschaft verzichten sollten
In jedem Fall sollten Sie in der Schwangerschaft auf Stoffe wie Nikotin, Alkohol und Drogen gänzlich verzichten. Solche Substanzen können die Entwicklung des Ungeborenen erheblich und nachhaltig schädigen. Besondere Vorsicht ist auch bei Medikamenten geboten. Grundsätzlich sollten Sie in den ersten drei Monaten auf jegliche Medikamenteneinnahme (einschließlich rezeptfreie und pflanzliche Präparate) verzichten, es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen ein Mittel ausdrücklich verschrieben und er weiß von Ihrer Schwangerschaft. Wenn Sie dauerhaft ein Medikament einnehmen müssen, informieren Sie Ihren Arzt umgehend über Ihre Schwangerschaft und lassen Sie sich beraten.
Ein weiteres Augenmerk in der Schwangerschaft richtet sich auf den Aspekt Arbeitsschutz. Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz besonderen Gefahren etwa durch schwere körperliche Arbeit, Infektionsgefahr oder Röntgenstrahlen ausgesetzt sind, sollten Sie Ihrem Arbeitgeber schon frühzeitig Ihre Schwangerschaft bekannt geben. Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, die Schwangerschaft bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Dort kann er sich auch über die notwendigen Maßnahmen bezüglich der Arbeitsplatzgestaltung während der Schwangerschaft erkundigen.
Verlauf: Wie eine Schwangerschaft verlaufen kann
Untersuchungen: Was passiert bei den unterschiedlichen Untersuchungen
Komplikationen: Warnsignale frühzeitig erkennen
Nachsorge: Nach der Geburt
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